
Peilfunkplatz (II) Neu
Die Aufgaben von Norddeich Radio
Sicherheitsaufgaben zum Schutz des menschlichen Lebens auf See
- Beobachtung der internationalen Seenotfrequenzen
- Leitung des Notverkehrs
- Peilung des Havaristen und der Hilfsfahrzeuge
- Benachrichtigung amtlicher und privater Stellen, die Hilfe leisten oder die Hilfe veranlassen können
- Benachrichtigung von Presse, Rundfunk und Fernsehen
Der Sichtfunkpeiler Plath SFP 5000 der Fa. Plath in Hamburg wurde ab Juli 1976 im Peilfunknetz „Nordsee“ eingesetzt. Er war für den Empfang auf A1, A2/A3 Telegrafie-/Morsefunk und A3J (SSB) Sprechfunk ausgelegt. Die Peilungen erfolgten für das Gebiet der südlichen Nordsee auf Mittel- und Grenzwelle.
Das „Peilfunknetz Nordsee“ bestand aus den drei Peilfunkstellen
- Norddeich Gonio/DAQ
- Elbe-Weser Gonio/DAE
- St. Peter-Ording Gonio/DAG
Bei der Peilleitstelle Norddeich Gonio war die Peilempfangsanlage (Antennen) etwa 1,5km vom Betriebsgebäude in Utlandshörn entfernt aufgebaut, um die Beeinflussung durch die zahlreichen bis zu 60m hohen Utlandshörner Antennenträger gering zu halten.
Bei der Peilung wurde das Peillineal mit dem Peilanzeigestrich zur Deckung gebracht.
Das Peilergebnis der drei Funkstellen wurde mittels eines Fadenrollers (das sind dünne, auf einer Spule aufgewickelte Fäden, deren Anfangspunkte auf einer Seekarte am Standort der Sichtfunkpeiler befestigt sind) auf eine sehr genaue Funkortungskarte (im Museum vorhanden) übertragen. Am Schnittpunkt dieser drei Fäden befand sich die sendende Funkstelle.
Bild:
Der Peilfunkplatz im Jahr 1981 im neuen Anbau der Empfangsfunkstelle in Norden/Utlandshörn.
