
Die Aufgaben von Norddeich Radio
Sicherheitsaufgaben zum Schutz des menschlichen Lebens auf See #
- Beobachtung der internationalen Seenotfrequenzen
- Leitung des Notverkehrs
- Peilung des Havaristen und der Hilfsfahrzeuge
- Benachrichtigung amtlicher und privater Stellen, die Hilfe leisten oder die Hilfe veranlassen können
- Benachrichtigung von Presse, Rundfunk und Fernsehen
Kommerzielle Aufgaben #
- Funktelegramme
- Funkgespräche
- Funkfernschreiben
Aufgaben zur Sicherung der Navigation #
Funkärztlicher Beratungsdienst #
Sicherheitsaufgaben zum Schutz des menschlichen Lebens auf See
Um die Sicherheit auf See zu gewährleisten, wurden ständig die international vereinbarten Seenotfrequenzen weltweit abgehört. Durch Küstenfunkstellen, aber auch von Seefunkstellen.
Vor der Übernahme durch die Deutsche Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger (DGzRS) war Norddeich Radio für die Leitung des Notverkehrs bei einem Seenotfall zuständig.
Für die Standortermittlung eines Havaristen gab es die drei Peilfunkstellen Norddeich Gonio, Elbe-Weser Gonio und St.-Peter Ording Gonio. Durch deren Peilergebnisse konnte die Position einer sendenden Seefunkstelle ermittelt werden.
Norddeich Radio benachrichtigte im Seenotfall private und militärische Dienststellen. Diese entsandten dann der Situation entsprechend und im Rahmen ihren Möglichkeiten Seenotrettungsboote, Hubschrauber und Suchflugzeugen.
Durch eine schriftliche Benachrichtigung wurden von Norddeich Radio verschiedene Pressemedien über den aktuellen Seenotfall informiert.
Kommerzielle Aufgaben
Wenn es um die Sicherheit der Besatzungen und der Schiffe ging, waren sicher alle anderen Aufgaben der Küstenfunkstelle Norddeich Radio als wichtiger zu bezeichnen!
Allerdings waren gerade die kommerziellen Aufgaben, vor allem für die Menschen in Norddeutschland, von herausragender Bedeutung. Viele Familien hatten Angehörige, die zur See fuhren. Und nur über Küstenfunkstellen war es überhaupt möglich, telefonisch oder telegrafisch in Kontakt zu treten.
Gerade an Tagen wie Weihnachten wurde das immer wieder deutlich. Wenn der Telegrammverkehr und die Gesprächsvermittlung nur noch durch zusätzliche Schichten der Mitarbeiter zu bewältigen war.
Funkärztlicher Beratungsdienst
Eine weitere Aufgabe der Küstenfunkstelle war der Funkärztliche Beratungsdienst, der für Seeleute eine wichtige Bedeutung hatte.
Schiffe auf hoher See hatten nur in wenigen Fällen einen Arzt an Bord. Ausgenommen größere Passagierschiffe, die aufgrund des Schiffssicherheitsvertrages einen Arzt in der Besatzung haben mussten.
Wenn auf einem Frachtschiff jemand unterwegs erkrankte, dann konnte der Kapitän durch Vermittlung von Norddeich Radio Ratschläge von einem Funkarzt einholen. Diese wurden als sogenannte MEDICO-Telegramme (MEDICO CUXHAVEN) oder als MEDICO-Gespräche geführt.



















