
Funktelegramm
Die Aufgaben von Norddeich Radio
Kommerzielle Aufgaben
- Funktelegramme
- Funkgespräche
- Funkfernschreiben
Als Beispiel betrachten wir den Weg eines Funktelegramms, von der Aufgabe durch den Absender am Schalter eines Postamts, bis zur Übermittlung an die Seefunkstelle (Funkstelle an Bord eines Schiffes).
Was war eigentlich ein Telegramm?
Ein Telegramm (engl. Telegram, nicht zu verwechseln mit dem heutigen Instant-Messaging-Dienst „telegram“), was wörtlich übersetzt Fernschrift oder Fernschreiben bedeutet, wurde in der Regel telegrafisch übermittelt und war früher die schnellste Möglichkeit eine schriftliche Nachricht von A nach B zu schicken. Wobei man noch wissen muss, dass viele Haushalte nicht einmal einen Telefonanschluss hatten. Die Kosten für ein Telegramm richteten sich nach der Anzahl der zu übermittelnden Wörter. Weshalb man auch heute noch vom „Telegramm-Stil" spricht. Kurzfassen war die Devise! Die Übermittlung und Zustellung eines Land-Telegramms konnte innerhalb einer Stunde geschehen sein.
Das Versenden eines Telegramms von Land war möglich
- durch Aufgabe am Schalter bei einem Postamt
- über Fernsprecher (Rufnummer 113 bzw. 0113) und
- über Telex beim zuständigen Telegrafenamt
Bild:
Aufgabeformblatt am Schalter eines Postamts, in das der Absender die zu übermittelnde Anschrift und den Text eintrug. Kurze Zeit später wurde das Telegramm dann bei Norddeich Radio über Fernschreiber empfangen.
